Die Fortpflanzung beim Mann
Hormone sind wichtig für die Fruchtbarkeit
Ab der Pubertät werden beim Mann in der Hypophyse - das ist die Hirnhangdrüse - Hormone gebildet, die für das Geschehen in den Hoden verantwortlich sind.
Die Bildung der Samenzellen im Hoden wird durch das follikelstimulierende Hormon FSH geregelt, während die Produktion des Geschlechtshormons Testosteron von dem luteinisiernden Hormon LH gesteuert wird. Im Zwischenhirn wird darüber hinaus das Gonadotropin-Releasing-Hormon GnRH gebildet, welches für die Freisetzung und Ausschüttung von FSH und LH verantwortlich ist.
Die Samenzellen
In den Samenkanälchen der Hoden werden die Samenzellen entwickelt, von wo sie zu den Nebenhoden gelangen. Dort reifen sie vollständig aus und sind nun fähig die Eizelle zu befruchten. Bis die Samenzellen entwickelt und ausgereift sind dauert es ca. 3 Monate, wobei dafür eine konstante Körpertemperatur von 35 Grad benötigt wird. Das ist auch der Grund, weshalb sich die Hoden bei geringeren Temperaturen zusammen ziehen, während sie sich bei Wärme ausdehnen.
In den Nebenhoden verbleiben die Spermien bis sie "gebraucht werden" und setzen sich durch Muskelkontraktionen während des Orgasmus in Bewegung, so dass sie von den Nebenhoden durch die Samenleiter und zum Schluss über die Harnröhre nach draußen gelangen und es zu einem Samenerguss kommt.
Die Samenflüssigkeit
Bei einem Orgasmus wird durchschnittlich 2 - 6 Milliliter Samenflüssigkeit ausgestoßen. In jedem dieser Milliliter befinden sich ungefähr 20 Millionen Spermien. Dies ist auch die Marke, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Fruchtbarkeitsgrenze angibt, damit ein Mann als fruchtbar gilt.
Damit die Spermien zur Eizelle gelangen können, bedienen sie sich ihrer Samenflüssigkeit, die sie als Transportmittel nutzen.


